Dr. med. Gerhard Gerfelmeyer, Manuela Metzger, Dr. med Dipl.-Psych. Jamshid Izadpanah, Dr. med. Dipl.-Soz. Kristin Wölfl
     

Elektromyographie/Elektroneurographie

Die Elektromyographie (EMG) ist eine Untersuchung des elektrischen Funktionszustandes einzelner Muskeln. Dabei wird mit einer sehr dünnen Nadel in den betreffenden Muskel gestochen und dieser dann im Ruhezustand und beim Anspannen beurteilt. Der Zustand des Muskels wird auf einem Monitor durch Kurven dargestellt und gleichzeitig werden die elektrischen Impulse des Muskels in hörbare Signale umgewandelt. Während der Untersuchung hört man typische „Knattergeräusche“, die uns wichtige Informationen liefern.
Das EMG ist ein sehr wichtiger diagnostischer Baustein bei der Abklärung von Muskelerkrankungen und Nervenerkrankungen.

Die Elektroneurographie (ENG) dient der Messung der Nervenleitgeschwindigkeit in einzelnen Nerven. Hierbei muss zusätzlich zur schon genannten Nadelplatzierung im Muskel noch ein kleiner, nicht schädlicher Stromstoss durch den betreffenden Nerven geschickt werden. Dadurch können wir genau feststellen, ob ein Nerv seine Impulse mit der richtigen Geschwindigkeit fortleitet oder nicht.
Sehr häufige Gründe für eine ENG sind der Verdacht auf Schädigungen der Handnerven (z.B. Karpaltunnel-Syndrom) und Nervenschäden durch Bandscheibenvorfälle, Diabetes mellitus oder Verletzungen.
Inzwischen kann bei einigen der Untersuchungen auf eine Nadelelektrode verzichtet werden.

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